Die tapferen Verteidiger der weltbekannten Brücke von Remagen warteten vergebens auf Wunder. Im Remagener "Arp-Museum Bahnhof Rolandseck" sind blitzschnelle irdische Wunder allerdings sehr wohl zu bestaunen:
Der Mann, der diese Wunder vollbringt, ist Prof. Karl Otto Götz, Ehrenmitglied des Mies van der Rohe-Haus Aachen e.V. und seit dem 22. Februar 2010 96 Jahre alt. Allein seine Anwesenheit machte die Eröffnung der Ausstellung ,,In Erwartung blitzschneller Wunder'' am Sonntag, den 28. März 2010, zur erfolgreichsten, die das junge Museum bisher hatte. Die ständig wachsende Anhängerschaft des K.O. Götz wurde bei der Ausstellungseröffnung um einige prominente Besucher vergrößert. Von seinen ehemaligen Studenten sei hier Gerhard Richter stellvertretend für viele andere erwähnt.
Für eine breite und bis in die Gegenwart reichende Retrospektive des Götz-Werkes sind die neuerrichteten Museumsräume des amerikanischen Architekten Richard Meier wie geschaffen. Aus der berühmten Sammlung Ströher kommen bisher nie gezeigte Meisterwerke der fünfziger Jahre an die Öffentlichkeit. Diese Arbeiten sind heute den Werken der Klassiker der frühen Moderne des 20. Jahrhunderts zuzurechnen.
K.O. Götz, auf den Titel der Ausstellung ,,In Erwartung blitzschneller Wunder'' angesprochen: ,,Wunder gibt es nur in Lourdes und da stell ich nicht aus, hier ist es doch viel schöner.''
Also, auf nach Rolandseck!
Die Ausstellung in dem einmalig schön am Rhein liegenden Arp-Museum läuft noch bis zum 08. August 2010 und kann an den Tagen von Dienstag bis einschließlich Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr besichtigt werden.